Fröhliche Weihnachtszeit
Der Tannenbaum
Es kam ein kleiner Tannenbaum vom Walde in die Stadt, wo man zwar viele Häuser, doch so wenig Bäume hat.
Er kam auf unsern Weihnachtsmarkt, da waren noch viel mehr so Tannen, und die kamen all vom Weihnachtswalde her.
Nun stand er da, der Tannenbaum, bis eine Frau ihn sah und sagte: „Den da hätt' ich gern, den kauf’ ich, o ja.“
Sie nahm den Tannenbaum mit heim, stellt ihn auf den Balkon. Drei Tage drauf, o welch ein Glück, war Weihnachtsabend schon.
Da wurd’ er prächtig aufgeputzt, und in dem ganzen Haus roch es nach süßem Tannenduft vom Weihnachtswalde draus.
Am Weih - nachts - baum die Lich - ter bren - nen,
wie glänzt er fest - lich, lieb und mild, als spräch er: "Wollt in mir er - ken - nen ge - treu - er Hoff - nung stil - les Bild."
Die Kinder stehn mit hellen Blicken, das Auge lacht, es lacht das Herz, o fröhlich - seliges Entzücken! Die Alten schauen himmelwärts.
Zwei Engel
sind hereingetreten, kein Auge hat sie kommen sehn; Sie gehen zum Weihnachtsbaum und beten und wenden wieder sich und gehn.
© 1999 - 2010 by Chr.Vivien